Montag, 21. August 2017

Sicherheit im Netz - mal was Neues versuchen

Bisher hat es mir richtig Spaß gemacht, im Internet zu surfen und alles mal auszuprobieren. Allerdings nehmen die Gefahren durch Viren, Würmer, Trojaner und was sonst noch alles immer weiter zu. Die Unsicherheit wächst, wenn ich meine Bankgeschäfte online erledige und E-Mails von Absendern, die ich nicht kenne, lösche ich lieber anstatt sie zu öffnen. Beim Surfen im Internet bin ich sehr vorsichtig, womit ein Teil des Spaßes auf der Strecke bleibt.


Da dachte ich mir, ich gehe mal ein wenig abseits vom Mainstream und versuche mal ein kostenloses Betriebssystem, welches nicht so stark genutzt wird und damit für die Verbreiter der Malware nicht so interessant ist. Ich habe mich für LINUX entschieden, konnte aber nicht ahnen, dass die Entscheidung doch nicht so einfach ist.

Beschäftigt man sich damit, findet man eine Reihe von LINUX-Anbietern, die unterschiedliche Distributionen anbieten. Statt einfach nur ein Linux, gibt es das Betriebssystem als Paket von Fedora, Opensuse, Linux-Mint, Debian, Arch, Ubuntu und vielen weiteren Anbietern und in den 32 bzw. 64-Bit Ausführungen. Hinter jeder Distribution steht eine Philosophie, die man wohl erst mal verstehen muss. Eine wichtige Unterscheidung liegt darin, ob ausschließlich quelloffene Software oder eben teilweise auch Software verwendet wird, die unter bestimmten Lizenzen steht. Das hat dann Folgen bei der Installation des Betriebssystems. In manchen Fällen sind nämlich nicht die optimalen Treiber für die Hardware als quelloffene Software vorhanden, lizenzierte (proprietäre) Treiber stünden aber durch die Hersteller zur Verfügung.

Ich habe nun einfach mal die verschiedensten Linux-Distributionen als ISO-Dateien aus dem Internet geladen. Diese lassen sich mit einer Windows-Anwendung (beispielsweise Rufus) leicht auf einen USB-Stick laden. Die Anwendung lädt gleich einen Bootloader mit auf den Stick, so dass in der Regel nun das neue Betriebssystem vom Stick mittels Neustart geladen und ausprobiert werden kann. Keine Angst, das alte Windows wird dabei nicht angefasst. Ich hab's mit einem ausrangierten Laptop mit altem Bios probiert, dort die Bootreihenfolge angepasst und gestartet. In allen Fällen hat das reibungslos geklappt. Auch auf meinem neuen Laptop mit UEFI-Bios klappte das meistens.

Nun musste ich aber feststellen, dass  sich der Laptop bei vielen Distributionen nicht mehr normal verhielt. Abstürze, langsame oder ruckelnde Maus, gelegentliches Bildschirmflackern usw. Auch bietet nicht jede Distribution die Software an, die ich benötige. Letztlich hat sich Ubuntu 16.10 als die Distribution gezeigt, die sich problemlos installieren ließ. Hier wurde sogar auf Anhieb der richtige Druckertreiber gefunden und installiert. So wie es scheint, wird bei Ubuntu 16.10 auch auf proprietäre Treiber zurückgegriffen, weshalb das hier alles so gut klappt.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden und habe Ubuntu 16.10 dann auf dem Laptop dauerhaft installiert. Die Software, die ich brauche, steht zur Verfügung und läuft einwandfrei. Ob Büro-, Programmier-, Mail-, oder Grafiksoftware, alles ist vorhanden. Die Optik ist nahe an Windows, eine Umstellung ist praktisch nicht nötig.Wer das mal ausprobieren will, sollte das ruhig mal versuchen.

Ob sich damit allerdings meine Sicherheit im Netz verbessert hat, ist zunächst mal nur eine Hoffnung. Aber die stirbt bekanntlich ja zuletzt...

Besteht Interesse an der exakten Vorgehensweise, meldet das ruhig mal im Kommentar, dann schiebe ich eine exakte Anleitung nach.



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